Geschichte

Kurze geschichtliche Zusammenfassung

Auf Fürsprache des Mainzer Erzbischofs und Miltenberger Stadtherren Gerlach von Nassau verlieh Kaiser Karl IV. am 6. Januar 1367 der Stadt Miltenberg „einen Jahrmarkt, den man nennet die Messe" von Sankt Sixtus Tag Anfang August bis zu Mariä Himmelfahrt am 15. August.

Im Jahr 1425 verlegte man die Veranstaltung auf den Tag des Heiligen Erzengels Michael am 29. September. Bei der Erneuerung der Michaelismesse im heutigen Stil wählte der Miltenberger Stadtrat das in der Regel wettermäßig günstigere Ende des Monats August und hat damit einen guten Griff getan.

Seit 1928 die heutige Form der Messe eingeführt wurde, haben die Organisatoren immer besonderen Wert auf die Qualität der Musik gelegt. Die „Promenadenkonzerte" der Militärmusik aus den Jahren vor dem Krieg wurden sogar von mehreren Rundfunkanstalten übertragen. Nach dem Krieg erlangten die stimmungsvollen Serenaden am Montagabend besondere Beliebtheit.

Was die “Michelsmess’", wie sie überall heißt, so attraktiv macht, ist der immer wieder gelingende Mix aus Vergnügungspark, gut geführtem Festzelt, Gewerbeausstellung und den seit Jahrhunderten traditionellen Marktständen, alles eingebettet zwischen mittelalterlichem Stadtkern und dem Mainufer. Hinzu kommen die Einzelhandelsgeschäfte, die sich besonders auf die zahlreichen Besucher einstellen, und natürlich noch das Alte Rathaus mit seinem stilvollen Weinausschank in der Markthalle.