Bilanz der Messe 2011
Für die Messeleitung stelle ich fest, dass diese jetzt zu Ende gegangene Messe sich in ihrem Erfolg an die Messen der Vorjahre anschließt. Folgendes kann festgehalten werden:
1. Wir hatten ideales Messewetter. Der Messeausschuss hatte bei seiner Wallfahrt auf den Engelberg und von dort zurück so viele Regen abbekommen, dass dieser während der Messezeit nicht mehr notwendig war. Die Regenstunden am Morgen des ersten Samstags und am Abend des zweiten Sonntags hielten die Besucher nicht ab, auf den Messeplatz zu kommen. Das mäßig warme Wetter unter der Woche animierte die Bevölkerung, nach Miltenberg und auf die Messe zu gehen. Die Standbetreiber, die Schausteller und der Festwirt berichteten von stets lebhaftem Besuch. Auch in der Hauptstraße war am zweiten Sonntag ein erfreulich großer Besucheransturm zu verzeichnen.
2. Bei meinen Messerundgängen und in den Gesprächen mit den Markthändlern und den Schaustellern wurde mir die Zufriedenheit über den Messeverlauf berichtet. Die Messe in ihrer Zusammensetzung als Volksfest, Markt und Ausstellung bringt schon morgens ab 10.30 Uhr Besucher auf den Festplatz. Damit unterscheidet sich die Michaelismesse deutlich von reinen Volksfesten. Bei diesen beginnt der Festbetrieb erst in den Nachmittagsstunden. Dies führt bei uns zu deutlich erfreulicheren Ergebnissen bei den Geschäften. Positiv vermerkt wird auch, dass die Besucher der Messe deutlich konsumfreudiger sind als die Besucher andernorts.
3. Die M-City Werbegemeinschaft berichtet von einem guten Besuch am verkaufsoffenen Sonntag. Allerdings führte das spürbar warme Spätsommerwetter dazu, dass in den Textilgeschäften geringere Umsätze gemacht wurden. Die Händler ohne Textilwaren berichten jedoch von erfreulich guten Ergebnissen.
4. Die Mitarbeiter des Bauhofes waren an allen zehn Tagen jeweils ab 6.00 Uhr morgens auf dem Platz, um zu reinigen und den Müll zu entfernen. Die Müllmenge ging zurück auf insgesamt 29 to (Vj. 31 to).
5. Der Festwirt war mit dem Verlauf der Messe zufrieden. Der gute Zuspruch der Besucher wurde durch das Wetter begünstigt. Die Reduzierung der Sitzplätze führte ob des gestiegenen Publikumsbesuchs nicht zu einer Verminderung der Umsätze. Dies ist auch an der Menge des verkauften Bieres zu ersehen. Die Gesamtzahl errechnet sich aus der Menge von Festbier, Pils, Weizen- und alkoholfreiem Bier.
2002: 857,35 hl Festbier, insgesamt 924,95 hl Bier, inklusive 16,5 hl alkoholfreies Bier
2003: 884,42 hl Festbier, insgesamt 964,52 hl Bier, inklusive 17,4 hl alkoholfreies Bier
2004: 929,87 hl Festbier, insgesamt 1.016,07 hl Bier, inklusive 17,7 hl alkoholfreies Bier
2005: 916,35 hl Festbier, insgesamt 998,05 hl Bier, inklusive 16.8 hl alkoholfreies Bier
2006: 903,79 hl Festbier, insgesamt 988,19 hl Bier, inklusive 16,1 hl alkoholfreies Bier
2007: 953.88 hl Festbier, insgesamt 1.031,18 hl Bier, inklusive 18,3 hl alkoholfreies Bier
2008: 959,54 hl Festbier, insgesamt 1.039,84 hl Bier, inklusive 18,6 hl alkoholfreies Bier
2009: 940,16 hl Festbier, insgesamt 1.033,16 hl Bier, inklusive 22,8 hl alkoholfreies Bier
2010: 923,09 hl Festbier, insgesamt 1.018,19 hl Bier, inklusive 24,6 hl alkoholfreies Bier
2011: 919,54 hl Festbier, insgesamt 1.025,84 hl, inklusive 27,6 hl alkoholfreies Bier.
6. Die Buslinien der Firma Ehrlich wurden heuer besser genutzt als im Vorjahr. Die Firma Ehrlich teilte mit, dass rund 57.500 Fahrgäste transportiert wurden (Vorjahr: 55.000). Die Gesamtfahrleistung betrug 54.500 km. Dies ist ein Anstieg, der aus der Hinzunahme von Kleinwallstadt zu erklären ist. Die Busfahrer berichteten, dass es heuer kaum Zwischenfälle mit den Fahrgästen gab.
7. Das Parkplatzangebot wurde gut genutzt. Das Parkhaus war wie in den Vorjahren mit weit über 90 % ausgelastet, wenngleich in diesem Jahr nur 9.038 Parkvorgänge registriert wurden (Vorjahr: 9.762). Hinzu kamen 457 Dauerparker (Nachbarn, Geschäftsinhaber der Stadt, Marktbeschicker); Vorjahr: 439. Der Parkplatz unter der Martinsbrücke fand besseren Zuspruch als in den Vorjahren. Dort gab es 8.860 Parkvorgänge (Vorjahr: 7.000).
8. Die Anwesenheit der Polizeibeamten, die durch Dienstkräfte des Einsatzzuges Aschaffenburg unterstützt wurden, hat auch in diesem Jahr merklich zur Beruhigung der Lage und zur Sicherheit auf der Messe beigetragen. Nach Angaben der Polizeiinspektion ist das Kriminalitätsgeschehen wie schon in den Vorjahren leider nicht weniger geworden. Die Polizei sprach 12 Messeverbote und Platzverweise aus (Vj. 21). Sie nahm 10 Personen in Gewahrsam (Vj. 7). Es kam zu 15 Körperverletzungen und 5 Streitigkeiten (Vj. insgesamt 15). Lediglich ein Fahrzeug musste wegen verkehrsbehindernden Parkens abgeschleppt werden. 4 Fahrzeuglenker wurden wegen Trunkenheit am Steuer angehalten.
9. Das erstmals erstellte und praktizierte Sicherheitskonzept der Messeleitung hat sich bewährt und fand große Zustimmung. Die jetzt nach der Umsetzung von Marktständen vorhandenen breiten Fluchtwege wurden von den Sicherheitsbehörden für gut befunden, aber auch von den Besuchern begrüßt. Die Umbauarbeiten im Festzelt (z.B. Verlegung der Bar) haben ebenfalls zur Sicherheit der Gäste beigetragen.
10. Dank
Für den Messeausschuss und die Messeleitung bedanke ich mich bei den Beamten der Polizeiinspektion, des Landratsamtes, bei den Mitgliedern des Bayerischen Roten Kreuzes, der Feuerwehr und bei den Mitarbeitern des Bauhofes für ihren Einsatz. Sie sorgten alle für eine sichere, friedliche und saubere Messe.
Ich danke auch allen Bürgerinnen, Bürgern und den Gästen. Sie haben durch den überaus zahlreichen Besuch gezeigt, dass die Michaelismesse nach wie vor und ungebrochen eine große Bedeutung besitzt. Unsere Messe hat sich abermals als das größte Volksfest am bayerischen Untermain präsentiert.
Mein Dank gilt allen, die durch ihr Mitwirken zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten des historischen Einzuges, bei den Hausbesitzern für den Fahnenschmuck in der Hauptstraße und bei den Einzelhandelsgeschäften für die auf die Messe bezogene Dekoration in den Schaufenstern. Dank sage ich auch der Presse für die wohlwollende Berichterstattung.
Anerkennung und Dank will ich auch aussprechen den Mitarbeitern der Messeleitung und der Stadtverwaltung für ihre Organisationsarbeit und ihren Dienst während der gesamten Messe. Sie haben mit ihrem Einsatz zum Erfolg dieser für Miltenberg so bedeutenden Veranstaltung beigetragen.
Joachim Bieber
1. Bürgermeister

